Kreuzweg 26
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Wenn Steine ins Rollen kommen…

Mit einer Kreuzwegandacht wurde auch in diesem Jahr von Seiten der Schule die bevorstehende Heilige Woche eingeläutet. Alle Schüler der siebten und achten Jahrgangsstufen trafen sich im Pausenhof, um in einer kurzen Statio auf die Leidensgeschichte Jesu und seinen letzten Weg eingestimmt zu werden. Danach ging es wirklich auf einen „Weg“, der unter der Frage stand: „Was belastet mich?“ Mit großen Steinen wurden heutige „Belastungen“ dargestellt, vom Krieg, der alle angeht, über die Herausforderung des Klimawandels, der die gesamte Menschheit vor große Aufgaben stellt. Aber auch persönliche „Lasten“ wurden angesprochen: Das Sterben eines geliebten Menschen, die Angst vor der Zukunft und andere Erfahrungen, die das eigene Leben erschweren können.  

In der Rebdorfer Kirche wurde aus den „Steinen“ des Lebens, die auf dem Weg mitgetragen wurden, ein großes Kreuz gelegt. Schon zu Lebzeiten hat Jesus uns gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch Ruhe verschaffen.“ Er hat uns eingeladen, unsere „Belastungen“ zu ihm zu tragen. In seinem Sterben hat er das Schwere des Lebens selbst erlitten und dadurch geheilt. Bei seiner Auferweckung durch Gott wurde der „Stein vor dem Grab“ weggewälzt und der Weg zum Leben freigegeben. „Steine“ gehören dazu, sie können und werden sicher so manches „Grab des Lebens“ zusperren. Der österliche Glaube aber wagt darauf zu hoffen, dass alle „Steine“ verrückt werden und letztlich das Leben stärker ist als alles, was uns belastet.  

 

Andreas Völker, Schulseelsorger