Kirche
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Segnungsgottesdienst vor den Abschlussprüfungen

„Du musst du selbst sein. Bleib dem treu, wer und was du bist. Und wenn die Leute dich trotzdem mögen, ist das großartig! Wenn nicht, ist das ihr Problem.“ Mit diesen Worten hat der als Gordon Matthew Thomas Sumner, der besser unter seinem Künstlernamen „Sting“ bekannt ist und der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, einen wegweisenden Gedanken aufgegriffen.

Selbst in einfachen Verhältnissen im englischen Newcastle aufgewachsen, hat er sich nie verbiegen lassen und versuchte immer, ganz er selbst zu sein. Die Schule verachtete er, vor allem wegen der dort praktizierten Prügelstrafe, die er als barbarisch und menschenverachtend empfand. Der Schule verdankte er aber auch die Lust am Lernen, was für ihn „ein Abenteuer war, ein dunkler Kontinent, der darauf wartete, dass ich ihn entdeckte, reich, vielfältig, tief verborgen“.

Dabei wollte er immer seinen Traum leben und seine beste Begabung nutzen: die Musik. Trotz so mancher Umwege gelang es ihm, weltweit erfolgreich zu werden. Aus unvermeidlichen Enttäuschungen erwuchs in ihm die Kraft, aus Fehlern zu lernen und aus „Wunden Blumen wachsen zu lassen“.

Sein Vermächtnis an uns hat er im Lied „Message in a Bottle“ festgehalten, wenn er schreibt: „Nur Hoffnung kann mich bei Verstand halten. Liebe kann dein Leben heilen.“ – Gedanken von Sting, die auch für unsere Absolventinnen und Absolventen Wege für die Zukunft weisen. Vielleicht wird für sie wahr, was Sting in einem seiner schönsten Lieder singt: „Ich habe nie leichthin ein Versprechen gegeben und manche Versprechen habe ich gebrochen. Aber ich schwöre dir, dass wir den Rest unserer Tage durch Felder aus Gold wandern werden.“

Andreas Völker, Schulseelsorger