Was wird aus uns? Wie wird alles enden? Wie wird es eines Tages werden?
Die Frage nach dem Morgen ist sicher schon von jeder Generation gestellt worden. Gerade in unseren Tagen scheint sich aber ein Dunstschleier von Pessimismus über vieles zu legen. Eine ganze Reihe von Herausforderungen im Heute machen Angst. Bleibt die bange Frage: Wie wird das alles ausgehen?
Für die Zeit, die wir noch erwarten, gibt es zwei wichtige Wörter.
Das eine ist das lateinische „Futur“, von dem sich das englische „future“ ableitet. Dies nimmt in den Blick, was werden wird oder werden könnte. Dabei sind die Hauptakteure vor allem wir selbst. So wie wir heute leben, werden morgen unsere Chancen sein. Kein Wunder, dass hier so mancher nur noch schwarzsieht und das Gefühl von „No Future“ aufkommt.
Das deutsche Wort für das Kommende ist „Zukunft“. Dies heißt, dass etwas oder jemand auf uns zu kommt. Damit weitet sich der Blick und eröffnet sich aus christlicher Sicht eine tröstende Botschaft:
Es kommt einer auf uns zu, wir müssen den Weg nicht alleine gehen oder alles selbst leisten. Der auferstandene Christus ist immer schon auf dem Weg zu uns, er kommt auf uns zu und öffnet uns eine gute Zukunft.
Dieser Gedanke kann Mut machen, schon heute die Schritte zu wagen, die uns morgen vielleicht besser und gerechter leben lassen. Es gilt, alles Mögliche dafür zu tun, aber immer in der vom Glauben eröffneten Gelassenheit, dass wir dabei nicht allein sind und dass wir nicht alles selbst zu Ende bringen müssen. Wer so Zukunft erwartet, wird vielleicht etwas gelassener leben können, auf jeden Fall aber etwas optimistischer.
Andreas Völker, Schulseelsorger