Unter diesem Leitwort stand der Anfangsgottesdienst im neuen Schuljahr.
Die Welt ist nicht unser eigen, wir können und dürfen nicht einfach alles machen, was wir wollen. Schon gar nicht dürfen Menschen den blauen Planeten Erde zerstören.
In biblischer Tradition gilt Gott als „Schöpfer der Welt“. Dabei denkt diese nicht an die Weltentstehung, sondern daran, dass alles, getragen von einem tiefen Sinn, von einem bejahenden Anfang ausgeht und auf ein gutes Ende zuläuft. Deshalb bekennt der Schöpfungshymnus im ersten Kapitel der Bibel: „Gott sah, dass alles sehr gut war!“.
Unter Erwähnung vieler Daten wurde die Einzigartigkeit, aber auch die Zerbrechlichkeit unseres Heimatplaneten aufgezeigt. Neben geologischen Einzelheiten kamen auch Informationen über die derzeitige Menschheit zur Sprache. Hinter allen Einzelheiten wurde klar: Obwohl hier alle Menschen gut und würdig leben könnten, gibt es himmelschreiendes Unrecht bei der Verteilung der Güter, so dass ein Großteil der Menschen in bitterer Armut und Unterentwicklung leben muss.
Wenn diese Welt uns gegeben ist und wir darin als Gäste willkommen sind, dann ist der daraus folgende Auftrag klar: Wir müssen unsere Welt so gestalten, dass alle darin gut leben können. Das fängt in der „kleinen Welt“ der Schule an, zieht aber weit darüber hinaus seine Kreise in die „große Welt“, für die jede und jeder von uns Verantwortung trägt.
Andreas Völker, Schulseelsorger