Schule-ohne-Rassismus

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Eine weitere Auszeichnung für die Knabenrealschule Rebdorf

In einem kleinen Festakt bekam die KRS Rebdorf am 24. Januar 2020 im Festsaal das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen.

Schon vor über einem Jahr hatte die damalige SMV zusammen mit den Verbindungslehrkräften Barbara Pauli und Andreas Kirschner beschlossen, an diesem bundesweiten Projekt teilzunehmen, bei dem sich mindestens 70% der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter einer Schule durch ihre Unterschrift verpflichten, couragiert und offen gegen Rassismus und gegen jede andere Form der Diskriminierung einzutreten. Da es sich um eine Aktion von Schülern für Schüler handelt, war auch der Festakt eine Veranstaltung von und für Schüler. Zu Beginn der Veranstaltung zeigte ein kurzer Film, worum es bei der Aktion geht: Verschiedene Schüler mit unterschiedlicher Herkunft sagten in mehreren Sprachen „Nein zu Rassismus“.

Durch das Programm des Festakts führte die Schülersprecherin Annika Gößl (10b) und begrüßte die Anwesenden. Danach hieß auch Schulleiter Hans-Peter Sandner die Gäste willkommen, dankte den Schülern für ihr Engagement und gab der Hoffnung Ausdruck, dass „Schule gegen Rassismus“ eine positive Außenwirkung haben möge.

Schülersprecher Florian Sandner (9d) machte anschließend deutlich, dass Toleranz und Akzeptanz an der KRS nicht neu sind, ein gutes Miteinander und Offenheit für andere sind die Grundlage, die diese Auszeichnung möglich gemacht hat. Um zu zeigen, auf welch vielfältige Weise die Schule dazu beiträgt, Verständnis zu fördern und Ausgrenzung zu vermeiden, stellten im weiteren Verlauf Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen einzelne Projekte und Aktionen vor, die bei uns zum Schulalltag gehören:

Annegret Porsch (7c) präsentierte ein Kochbuch mit Rezepten aus den Herkunftsländern der Schüler der letztjährigen 6d – Essen aus aller Welt. Leo Neubauer und Philipp Buchner (6c) erklärten das Programm „Fairnetzen“, das vor allem Rassismus, Ausgrenzung und Mobbing im Internet entgegenwirken soll. Das Konfliktbewältigungsprogramm, das regelmäßig in den 7. Klassen durchgeführt wird, wurde von Leonhard Wickstrom und Simon Schneider dargestellt. Wie man sich die Arbeit mit den seit mehreren Jahren etablierten Lions-Quest-Programmen vorstellen kann, zeigten Emilia Schneider und Matthias Lang aus der 6e. Wie verhindert werden soll, dass Antisemitismus überhaupt aufkommen kann, erklärte Nico Potzel (9b) und eine kurze Szene, dargestellt von Jungs und Mädchen aus der 9c, zeigte Rassismus und das mögliche Einschreiten dagegen im Alltag. Schließlich stellte Josef Mayer das neueste Projekt an der Schule vor: „Die Welt ist bunt“ soll das Verständnis für andere Kulturen fördern und so für Toleranz und gegen Vorurteile wirken.

Nach den Schülerinnen und Schüler kamen nun auch die Festredner zu Wort. Die Hauptabteilungsleiterin der diözesanen Schulen, Prof. Dr. Barbara Staudigl, überbrachte ihre Glückwünsche per Videobotschaft. Sie gratulierte im Namen der Diözese und ermutigte die Schüler, sich im Alltag zu trauen, sich einzumischen, Partei zu ergreifen statt wegzuschauen.

Die Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel, die als Patin für das Projekt gewonnen werden konnte, zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Lernenden und ihrer Institution und betonte, dass Rassismus an einer Schule nichts zu suchen hat. Dabei versteht sie Rassismus ganz allgemein als eine Haltung, die nur die eigene Art zu leben als gut ansieht und alles andere als minderwertig ablehnt. Schorer-Dremel betonte, sie sei stolz darauf, Patin des Projekts zu sein und erklärte sich ausdrücklich bereit, die Schule in ihrem Bemühen gegen Rassismus und für Courage weiterhin zu unterstützen. Abschließend ergriff Ron Otto von der Organisation „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ das Wort. Er wies nochmals darauf hin, dass das Engagement für dieses Projekt von den Schülern ausgehen muss, es sei aber wichtig, auch den Schulträger an Bord zu haben und dass Vernetzung mit der Politik zu erkennen ist. Das Siegel allein sei noch keine Garantie dafür, dass es nie wieder Ausgrenzung gibt, aber es ist eine gute Grundlage – in diesem Sinne überreichte er der SMV die Urkunde und das Siegel.

Wie so oft wurde der Festakt musikalisch vom Bläserchor unter Leitung von Harald Eckert stimmig umrahmt.  

Elvira Distler  

Weitere Informationen zum Projekt:Öffnet externen Link in neuem Fenster www.schule-ohne-rassismus.org
(28.1.2020)