Artenvielfalt

Artenvielfalt - Ökologie des Insektensterbens

„Rettet die Bienen“! An diesem Spruch kam dieses Jahr keiner vorbei. Doch geht es wirklich nur um die Bienen, wie es immer dargestellt wird?Peter Stimmler von der Universität Bayreuth klärte die Schüler und Schülerinnen der Knabenrealschule in seinem Vortrag zum Thema „Artenvielfalt – Ökologie des Insektensterbens“ auf. Zunächst erhielten die Jugendlichen einen Überblick über die Vielfalt an Lebewesen auf unserem Planeten. Insekten nehmen hier mit über 33.000 verschiedenen Arten knapp die Hälfte aller Tiere ein. Kein Wunder, dass bei 33.000 Arten die Bienen nicht die einzigen sind, die in unserem Ökosystem eine wichtige Rolle spielen. Was ist mit Ameisen, Schmetterlingen und Käfern? Ohne sie funktioniert unsere ganze Natur nicht. Insekten kontrollieren das Pflanzenwachstum, bestäuben Pflanzen, sind die Nahrung anderer Tiere und dienen als Nützlinge, da sie in unseren Augen die Schädlinge fressen. Außerdem zersetzen sie Aas, Kot und Pflanzenmaterial und führen somit wichtige Nährstoffe wieder zurück.Insekten benötigen trockene, warme Habitate, in denen sich eine große Diversität an Lebewesen entwickeln kann. Diese Lebensräume werden jedoch aufgrund mehrerer Faktoren immer weniger. Und nun kommen wir ins Spiel. Den Schülern wurden einige Handlungsmöglichkeiten mit an die Hand gegeben. Insekten fühlen sich besonders in Naturgärten wohl, also weniger mähen und dem Pflanzenwachstum eine Chance geben. Zusätzlich kann man sie mit Insektenhotels unterstützen, die einen geeigneten Wohnraum bieten. Und das Wichtigste: Verschiedene Lebensräume fördern eine hohe Artenvielfalt. Jeder Garten darf anders gestaltet sein. Aber mit einem kleinen Stück wildwachsender Natur darin kann jeder zum Schutz der Insekten beitragen.Fazit: Bienen zu schützen ist wichtig! Aber auch alle anderen Insekten müssen geschützt werden, da jede Art von ihnen ihre eigene Aufgabe erfüllt, ohne die unser Ökosystem nicht funktionieren kann!
Sandra Huger, Biologielehrerin
(3.4.2019)