EIMO

Olympia für den Kopf mit farbigen Fischen

(7.1.2019)
Bereits zum elften Mal fand an Eichstätter Schulen ein mathematischer Wettbewerb statt

Eichstätt (gfs)Auch wenn EIMO eine etwas gewöhnungsbedürftige Abkürzung sein sollte, so verbirgt sich dahinter nichts anderes als die Eichstätter Mathematikolympiade, die sich schon einen festen Platz im Terminkalender der örtlichen Schulen gesichert hat: Bereits zum elften Mal haben sich die beiden Eichstätter Gymnasien zu diesem gemeinschaftlichen mathematischen Wettstreit zusammengefunden. Die Knabenrealschule Rebdorf hat zum dritten Mal teilgenommen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei eine Mathematik erfahren, die über den Schulunterricht hinausgeht: "Mit EIMO wollen wir die Phantasie und die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler anregen, ungewöhnliche und kreative Lösungsmöglichkeiten für zum Teil ungewöhnliche Aufgaben zu finden", sagte Gerhard Keß vom Willibald-Gymnasium, der dieses mathematische Olympia organisiert hatte. Dabei geht es primär nicht um das Streiten, sondern vielmehr um das Eifern nach Ideen, nach dem Suchen von Lösungswegen für die gestellten Aufgaben. Dazu braucht man dann eine gehörige Portion Durchhaltevermögen, um die zwei Runden zu überstehen. Von den 17 Teilnehmerinnen und zwölf Teilnehmern haben daher einige schon nach der ersten Runde aufgegeben. Insgesamt bewies sich bei den Teilnehmern jedoch der Trend der vergangenen Jahre, dass immer mehr Mädchen als Jungen teilnehmen und damit auch vermehrt zu den Preisträgern zählen. Die Fähigkeit, sich durchzubeißen, weiter zu machen, aber auch die Eigeninitiative zu entwickeln, um dann in der zweiten Runde selbständig zu arbeiten, werden später in der Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Im Beisein von Vertretern der Schulen und der jeweiligen Betreuungslehrer wurden nun am vergangenen Mittwoch die Preisträger gekürt. Vom Gabrieli-Gymnasium war dazu die stellvertretende Schulleiterin Annette Siegert erschienen, von der Knabenrealschule Rebdorf Rektor Hans-Peter Sandner. Der Schulleiter des Willibald-Gymnasiums begrüßte die Nachwuchsmathematiker dazu an seiner Schule und stellte den Schülern eine gute Zukunft vor Augen: "Die Innovationsfähigkeit Deutschlands ist so groß wie in keinem anderen Land der Welt", meinte Schredl. Diese Innovation zeige sich auch in der Teilnahme am Mathematik-Wettbewerb, bei dem Kreativität und Begeisterung gefragt sind. Außerdem bedankte sich Schredl bei den Sponsoren für die Bereitstellung der Siegerprämien und Buchgutscheine.
Die Gewinner wurden jeweils innerhalb einer Jahrgangsstufe ermittelt: So siegten Manuel Bittl (Rebdorf), Christoph Drenkhan (WG), Leonie Goldfuß (WG) und Nina Orth (GG).
Wer sich dafür interessiert, welche Art von Aufgaben es zu bewältigen gab, dem sei folgendes Beispiel gegeben: In einem Aquarium schwimmen 2 rote, 20 blaue und 3 grüne Fische. Gelegentlich begegnen sich zwei. Wenn sie von gleicher Farbe sind, passiert nichts. Haben sie verschiedene Farben, nehmen beide die dritte Farbe an. Wie könnten sich die Fische der Reihe nach begegnen, damit am Ende alle Fische die gleiche Farbe haben?

Foto: Bereits zum elften Mal fand in Eichstätt eine Mathematikolympiade statt. In der vergangenen Woche nun wurden die Preisträger der drei teilnehmenden Schulen im Beisein ihrer Schulleiter und Mathematiklehrer geehrt.
Foto: Graf