MintProgrammieren

Nicht nur für Nerds

- "Programmieren" als Teil der Allgemeinbildung an der Knabenrealschule Rebdorf

An der Knabenrealschule Rebdorf programmieren schon die Kleinen, um für die gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts außerhalb des Schulalltags bestens gewappnet zu sein. Hierbei stellt Rebdorf bereits die Weichen, um die Realschüler auf die digitale Welt vorzubereiten. Einerseits erwerben die Schüler den Medienführerschein, bei dem sie sich unter anderem mit Themen wie "Ich im Netz I - Inhalte in sozialen Netzwerken reflektieren und bewerten" intensiv auseinandersetzen.

Andererseits sammeln die Jugendlichen mithilfe von "Scratch" und "Blocki" erste spielerische Erfahrungen im Programmieren. Dabei werden keineswegs nur die Jungen angesprochen. Die Lernumgebung ist so vielseitig, dass auch Mädchen den Spaß am Programmieren für sich erkennen. Bereits in der sechsten Jahrgangsstufe finden zwei MINT-Nachmittage statt, an denen die Realschüler auch Einblicke in JAVA erhalten. So ist Programmieren keineswegs nur etwas für Nerds, sondern vielmehr eine zeitgemäße Möglichkeit, Schüler gezielt auf die außerschulische Welt gut vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler der Knabenrealschule Rebdorf trainieren derzeit für das Event "Hour of Code", welches im Dezember stattfinden wird. Bei dem Programmierwettbewerb können die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen, indem sie beispielsweise die Eiskönigin "Elsa" und "Yedis" durch eine virtuelle Welt voll von Aufgaben steuern oder ein Minecraft-Adventure erstellen. Nach der einstündigen Wettbewerbsphase wird ein Sieger gekürt, der einen besonderen Preis erhält. Darüber hinaus bekommen alle Teilnehmer ein Zertifikat, das sie mit nach Hause nehmen können.

Neben dem Event können die Rebdorfer aber auch das Wahlfach Technik besuchen und dort an computergesteuerten Lego-Robotern die ersten Schritte des Programmierens erlernen. Basierend auf diesen Grundlagen erweitern die IT-Schüler in der 9. Jahrgangstufe ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, indem sie die Lego-Roboter mit PYTHON erweitern. Dabei schreiben die Anwender zunächst kleinere Programme, die im Anschluss dazu führen, dass die Roboter selbstgesteuert durch den Raum geführt werden können. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler das Erstellen einer eigenen App mithilfe des sogenannten App- Inventors. Außerdem setzen die Lehrkräfte der Realschule Rebdorf VR/AR-Brillen im Unterricht gezielt ein, um den Schülern Unterrichtsinhalte in einer virtuellen Umgebung zu präsentieren. Damit hat Programmieren an der Knabenrealschule Rebdorf durchaus einen hohen Stellenwert im Stundenplan.

Bei der medialen Erziehung der Schüler steht jedoch nicht nur das Erschaffen digitaler Medien im Vordergrund, sondern eben auch der selbstkritische Umgang mit diesen. Als Mitglied in einer digitalen Welt sollen die Heranwachsenden ihre eigenen Ideen gestalten und umsetzen können, aber Medien hinterfragen und die Augen nicht vor der Realität verschließen, um nicht als blinder Konsument in der Gesellschaft unterzugehen. Somit trägt diese zeitgemäße, moderne Art des Unterrichtens maßgeblich zur individuellen Entwicklung der Persönlichkeit eines Jugendlichen, der seine Welt differenziert wahrnimmt, bei.

Franziska Berlinghof, Quelle: EK