Entlassfeier2018

Etappensieg "Mittlere Reife"

Die Festlichkeiten zur Verabschiedung der Absolventen des Schuljahrs 2017/1018 haben zunächst mit einem feierlichen und liebevoll gestalteten Gottesdienst in der Rebdorfer Pfarrkirche begonnen. Der religiöse Impuls wurde von dem Motto "eigene Lebenshefte füllen" geprägt. Religionslehrer Andreas Völker ermutigte in seiner Predigt die Abschlussschüler, von nun an ihr Leben verantwortungsvoll in die eigenen Hände zu nehmen und die Seiten ihres Lebens ab sofort nach ihren persönlichen Vorstellungen und Wünschen mit Gottes Hilfe zu gestalten. Schüler, Angehörige der Absolventen und Lehrer ließen während der Zeremonie die vergangenen sechs Jahre der Schulabgänger Revue passieren, indem sie selbstgestaltete Bilder, die symbolisch für die vergangene Schulzeit stehen, in ein Heft einklebten. Völker forderte die Jugendlichen zudem auf, dem amerikanischen Philosophen Khalil Gibran zu folgen, der seine Flügel ausbreitete und sich den Herausforderungen stellte, um in andere Sphären sicher vordringen zu können. 

Im Anschluss an den Gottesdienst in der Aula der Schule wiederholte sich nach der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Anke Müller das Zitat  "Wer etwas vermeiden will, der sucht nach Gründen, wer allerdings etwas erreichen will, der sucht nach geeigneten Wegen" in den Grußworten sowohl des Oberbürgermeisters Andreas Steppberger als auch der stellvertretenden Landtagsabgeordneten Tanja Schorer-Dremel.  Steppberger gratulierte den Schulabgängern nicht nur zu ihrem schulischen Erfolg, sondern er verglich dieses Etappenziel der Jugendlichen mit der diesjährigen Leistung der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Der Oberbürgermeister lobte die Absolventen, die im Gegensatz zur Nationalmannschaft die Vorrunde erfolgreich gemeistert hätten und wünschte ihnen auf ihrem weiteren Weg viel Erfolg. Stellvertretende Landrätin Schorer-Dremel dachte in ihren Grußworten gerne an die Übertrittszeugnisse einiger Absolventen zurück, denn sie habe diese 2012 als Grundschulleiterin unterschrieben. Auf dem weiteren Lebensweg der jungen Männer wünschte sie ihnen die nötige Kraft, um an den eigenen Erfahrungen zu wachsen. Im Anschluss ging die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Dr. Simone Meyer in ihrer Ansprache "dem Ernst des Lebens" auf den Grund. Dabei betonte sie, dass die jungen Erwachsenen mit der Mittleren Reife einen wichtigen Schritt zur Selbstständigkeit bestritten haben, bei dem sie hoffentlich auch weiterhin auf den Rückhalt und die Unterstützung ihrer Eltern hoffen können. Erster Schülersprecher Valentin Wisgott bedankte sich zu Beginn seiner Rede bei Brigitte Kraus und Karl Auenhammer, den beiden Seelen des Sekretariats, für ihre unerschöpfliche Unterstützung sowie bei den Lehrern, die ihnen mit unermüdlichem Einsatz insbesondere in den vergangenen zwei Jahren stets zur Seite standen. Zwar ende mit dem Tag der Schulentlassung ein alter Lebensabschnitt, aber zugleich beginne ein aufregender neuer, so Wisgott. Er blickte auf die Ausflüge und Klassenfahrten zurück, bei denen immer wieder deutlich wurde, dass Lehrer "auch nur ganz normale Menschen sind", denen das Wohl ihrer Schüler am Herzen liegt. Daher seien sie im Laufe der Jahre so etwas wie Familie geworden.

Im Rahmen der Festlichkeiten verabschiedete sich auch die Schulleitung unter der Führung von Hans-Peter Sandner, Anke Müller und Michael Simon sowie das gesamte Lehrerkollegium der Knabenrealschule von den 110 Schülern. Schulleiter Sandner hatte dazu einen ganz besonderen Rückblick für seine Schützlinge vorbereitet: Er verglich die Schulzeit der Zehntklässler auf der Knabenrealschule mit einer Rallye im Motorsport, bei der ebenso einzelne Etappen unter Berücksichtigung von Regeln absolviert werden müssten, bevor man das Etappenziel schließlich erreichen könne. Er erinnerte Eltern, Schüler und Kollegen an die Situation des Schulgeländes vor sechs Jahren, als die jetzigen Absolventen ihre neue Schule als Fünftklässler zum ersten Mal betraten. Die Knabenrealschule befand sich damals in einer weitläufigen Umbauphase und glich einer Baustelle. Eine Schulhaus-Rallye in den ersten Tagen sorgte dafür, dass die neuen "Bewohner" sich in ihrer Schule besser zurechtfanden. Heute kennen sie nahezu jeden Winkel der Realschule, die im Laufe der Jahre immer mehr nicht nur zu einem Ort des Lernens und Prüfens, sondern vor allem auch zu einem Ort des Zusammenkommens geworden ist. Von ehemals Fremden wurden enge Freundschaften geschlossen, die hoffentlich auch nach der Realschulzeit bestehen bleiben. Sandner machte den Schulabgängern für ihre weiteren Etappen im Leben Mut, denn vor allem die wirtschaftliche Lage in unserer Region ermöglicht den Jugendlichen zahlreiche Chancen, in der Arbeitswelt durchzustarten. So ist es nicht verwunderlich, dass fast jeder der 110 Absolventen im September mit einer Ausbildung oder schulischen Weiterbildung beginnt.

Musikalisch begleitet wurde die Abschlussfeier vom Rebdorfer Bläserchor, welcher unter der Leitung von Harald Eckert, mit passenden Liedern, wie "Have a good time" oder "When I´m sixty-four" für eine fröhliche und ausgelassene Stimmung unter den Feiernden sorgte. 

Nach der Zeugnisverteilung durch die Klassenlehrer überreichte Sandner Schülern, die sich besonders sozial engagiert haben, die Schulmedaille. Unter den Geehrten war Erster Schülersprecher Valentin Wisgott als langjähriges verlässliches Mitglied des Schulsanitätsdienstes die Knabenrealschule Rebdorf. Darüber hinaus wurde Jonathan Adshead für sein unermüdliches soziales Engagement in der Pfarrei ausgezeichnet, welches, so Sandner, allen ein Vorbild sein sollte. Fabian Speth erhielt die Medaille, weil er große sportliche Erfolge erreicht hat. Außerdem ehrte Sandner die Elternbeiräte Gabriele Karl, Kunigunde Treffer und Anita Wisgott. Ebenso erhielten die 22 Schüler mit einem Einserschnitt jeweils einen Büchergutschein als Anerkennung für ihre Leistungen.

Vom Elternbeirat geschmackvoll gedeckte Tische und selbstgemachte Speisen sowie Getränke sorgten im Anschluss an die offizielle Verabschiedung für ein heiteres Beisammensein, bevor der ereignisreiche Tag schließlich am Abend mit dem traditionellen Abschlussball der Zehntklässler im Ingolstädter Stadttheater endete.

Franziska Berlinghof, Quelle: EK