Mint21 Modellschule

Verkehrte Welt in Rebdorf? Lehrer drücken wieder die Schulbank

KRS Rebdorf ist neue MINT21-Modellschule – Netzwerktreffen lässt Besucher staunen

Die MINT21-Initiative des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus wurde zum Schuljahr 2017/2018 weiter ausgeweitet. Ziel ist es, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Fachbereichen Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaft und Technik (MINT) mit den Fächern Biologie, Erdkunde, Chemie, Physik und Kunst/Werken/CAD zu stärken und dadurch eine noch effektivere Vorbereitung auf die Anforderungen der Bildungs- und Berufslandschaft der Zukunft zu erreichen. Dabei setzt die Initiative auf die Gestaltungskraft und Kreativität der Realschulen vor Ort und möchte regionale Strukturen stärken und etablieren.

Daher freut es die gesamte Schulfamilie der Knabenrealschule Rebdorf ganz besonders, dass sie nun eine von nur 10 Modellschulen im Bezirk Oberbayern-West ist und das jahrelange Engagement im MINT-Bereich nun gewürdigt wird.

Als neuer Teilnehmer im Netzwerk nahm die KRS die Gelegenheit wahr, anderen Schulen ihr MINT – Konzept vorzustellen und zu einem Workshop nach Rebdorf einzuladen. Einen Tag lang konnten die teilnehmenden Lehrkräfte Ideen und Projekte aus dem umfangreichen Angebot kennenlernen und selbstständig ausprobieren. Das MINT-Team der KRS stellte hierzu anschauliches Material zur Verfügung.
Die Netzwerkkoordinatorin Ursula Meisinger-Schmidt zeigte sich dabei begeistert von dem vielfältigen MINT-Angebot an der KRS: „Es ist großartig zu sehen, in welchem Maße hier in Rebdorf die hochmoderne digitale Ausstattung genutzt wird und welche Möglichkeiten zum Forschen und Experimentieren den Schülern eröffnet werden.“
Auch die anderen Lehrkräfte waren beeindruckt von dem MINT-Konzept der KRS und staunten, was an der Schule bereits seit vielen Jahren Standard ist bzw. welche neuen Projekte auf den Weg gebracht wurden.

Hierzu gehört das in diesem Schuljahr neu eingeführte Unterrichtsfach MINT, das verpflichtend in allen 5. Klassen eine Stunde pro Woche stattfindet. Hauptanliegen ist es, den Schülerinnen und Schülern einen ersten Einblick in naturwissenschaftliche Arbeitsweisen zu ermöglichen, zu forschen und zu experimentieren. Dabei werden ganz ohne Leistungs- und Notendruck spannende Experimente aus den Bereichen Fliegen, Strom, Farben und Energie/Bewegung durchgeführt.

In der 6. Klasse finden spezielle MINT – Nachmittage statt, an denen die experimentelle Arbeits- und Denkweise sowie das selbstständige Forschen und Entwickeln eigener Fragestellungen im Vordergrund stehen. Marco Wein aus der 6b freut sich: „Mir macht es besonders viel Spaß, dass wir an den MINT – Nachmittagen selbstständig Versuche entwickeln und ausprobieren dürfen und dass es auch mal knallt und raucht.“ Darüber hinaus werden auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit gestärkt sowie Präsentationstechniken eingeübt.

Von den 7. bis 10. Klassen können die Schüler dann aus dem vielfältigen MINT-Angebot wie z.B. Technik AG mit Robotik, Medienwerkstatt, Geoökologie Waldprojekt, Freies Werken, Schulhausgestaltung usw. wählen. Ergänzend dazu finden verschiedene Projekttage statt, wie die MINT-Nacht, die MFM-Workshops, Besuche im Jura- oder Deutschen Museum, aber auch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben sowie der Besuch verschiedener Organisationen (z. B. der Bund Naturschutz mit seinem Energiespardorf, die Initiative der Jungen Forscher aus Nürnberg, der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie) und vieles mehr.

Lisa Hummel
(23.3.2018)