Eindrucksvoller Rebdorer Advent

Eindrucksvoller Rebdorfer Advent

Mit „Tochter Zion“ begannen die Ehemaligen Rebdorfer Bläser den Rebdorfer Advent in der Kirche St. Johannes der Täufer. Im weiteren Verlauf zeigten sie ihr Können nochmals mit „Tollite hostias“.

Trotz Schneegestöbers kamen auch dieses Jahr viele Besucher, um sich das traditionelle Adventskonzert mit anschließendem Weihnachtsbazar nicht entgehen zu lassen.

Pater Michael Huber begrüßte die Anwesenden herzlich und stimmte auf die nächsten gut sechzig Minuten ein, die stimmungsvoll, besinnlich und adventlich vonstattengehen sollten.

Der Bläserchor der Knabenrealschule  Rebdorf gab daraufhin das „Allmando Nr. 1“ zum Besten. Mit der „Weyarner Hirtenmusik“ und „An Irish Blessing“ wirkten sie besinnlich zum weiteren Abend bei.

Auch der Chor der Knabenrealschule Rebdorf glänzte bei diesem festlichen Anlass mit dem Volkslied „Inmitten der Nacht“. Nach diesem besinnlichen Teil wurde es mit „Away in Manger“ sehr feinfühlig.

Die Texte, die der Religionslehrer Andreas Völker vortrug, führten die Zuhörer 75 Jahre in die Vergangenheit zurück, in das Jahr 1942. In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember nahm sich der evangelische Theologe und Schriftsteller Jochen Klepper gemeinsam mit seiner Frau, einer geborenen Jüdin, das Leben. Damit versuchten sie der drohenden Deportation zu entgehen. Einen der schönsten adventlichen Texte verdanken wir seiner Feder:

„Die Nacht vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern… Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein, der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein… Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und –schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.“

Getränkt vom Leid des eigenen Lebens vermittelt dieser Text Kleppers zutiefst etwas von der weihnachtlichen Botschaft von der Ankunft des Gottessohnes, der die „Nächte des Lebens“ in seine Weih-Nacht verwandeln will.

Im zweiten Anlauf erinnerte Völker an den Liedermacher Reinhard Mey, der am 21. Dezember 1942 geboren wurde und in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert. Mit dem Lied „Das war ein guter Tag“ wünschte er allen eine gute adventliche Zeit.

Klangvoll und imposant präsentierte sich das Blasorchester der Knabenrealschule Rebdorf und der Maria-Ward-Realschule. Das Stück „3-Minute Nutcracker“ von Peter Tschaikowsky beeindruckte die Besucher ebenso wie Stefan Nilssons „Gabriellas Sång“.

Als Trio traten Schülerin Eva Donaubauer (Marimba) aus der Klasse 7c sowie die beiden Lehrer Tanja Bintakies und Ulrich Redl (beide Xylophon) auf. Sie brillierten mit „Passepied“ und „Bourée“ von Georg P. Telemann.

Darüber hinaus konnte an diesem musikalisch abwechslungsreichen Abend auch der von Michael Simon neugegründete Lehrerchor der KRS Rebdorf überzeugen. „As we prepare to celebrate“ spiegelte die Stimmung wider und stimmte auf das bald anstehende Weihnachtsfest ein.

Nachdem Schulleiter Hans-Peter Sandner mit seinen abschließenden Worten ein herzliches Dankeschön und ein großes Lob an alle Beteiligten aussprach, wurde stimmgewaltig von allen gemeinsam  das bekannte Adventslied „Macht hoch die Tür“ gesungen.

Anschließend lud Schulleiter Sandner alle Anwesenden zum gemeinsamen Beisammensein auf dem Rebdorfer Weihnachtsbazar ein. Dort ließ es sich mit Punsch, Stollen und Lebkuchen sowie deftigen Broten gut aushalten. Die SMV der KRS Rebdorf profierte von freiwilligen Spenden und die von den Schülern im Unterricht angefertigten Werkstücke konnten ebenfalls erworben werden. Die Offene Ganztagsschule steuerte zum Verkauf selbstgemachte Sirupe und alkoholfreie Liköre bei.

Von Carina Diermayr und  Andreas Kirschner
(14.12.2017)