Deutsch-Französischer Tag 2017 an der Knabenrealschule Rebdorf

Deutsch-Französischer Tag 2017

27.1.2017

Anlässlich des 40. Jahrestags der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags am 22. Januar 2003 erklärten der damalige Staatspräsident Jacques Chirac und der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder den 22. Januar zum „Deutsch-Französischen Tag“, um so bewusst ein Signal an die junge Generation zu senden. Sie wollten dafür werben, dass mehr junge Franzosen in der Schule Deutsch und mehr junge Deutsche Französisch lernen, denn die Sprache ist das wichtigste Tor zum Verständnis des Partners, seiner Kultur, seiner Arbeits- und Lebensweise.

Der erste „Deutsch-Französische Tag“ wurde am 22. Januar 2004 gefeiert. Auch an der Knabenrealschule Rebdorf ist es seit einigen Jahren zu Tradition geworden, diesen Tag mit Ausstellungen zum  Thema Frankreich, mit dem Verkauf von Kuchen und vor allen Dingen mit Aktivitäten für Schüler zu feiern, die in der sechsten Klasse kurz vor der Wahl ihres Wahlpflichtfachs stehen. Oft ist die Wahl der Französischzweigs keine Option für viele Schüler, weil sie aus Respekt vor der als „schwierig“ angesehenen Sprache einen vermeintlich leichteren Weg gehen wollen. Die Fachschaft Französisch hat es sich zum Ziel gesetzt, mit dem Deutsch Französischen Tag den Schülern die französische Sprache näherzubringen und so für den Französischzweig zu werben.

Dieses Jahr hatte die Fachschaft Französisch den ehemaligen Schüler  Stefan Koch (Abschlussjahrgang 2008) eingeladen, der mittlerweile sein Jurastudium in Gießen absolviert. Dank Französisch als zweiter Fremdsprache, welches er an der Realschule Rebdorf seit der 7. Klasse belegt hatte, konnte er mit dem Abitur (in seinem Fall an der Berufsoberschule/ BOS) seine allgemeine Studierfähigkeit erlangen, die sonst nur Gymnasiasten vorbehalten ist. Über diese Möglichkeit informierte er die interessierten Sechstklässler.

Um den Schülern zu zeigen, wie weit man in vier Jahren mit Französisch an der Realschule kommen kann, präsentierten die diesjährigen Zehntklässler einige Dialoge aus Alltagssituationen: im Kino, beim Arzt, im Restaurant und am Bahnhof. Die Sechstklässler mussten erraten, um welche Situationen es sich handelte und manche konnten bereits einige Wörter aus den fließend vorgetragenen Alltagsgesprächen erkennen, die sie schnell die Antwort auf die Frage „Was habt ihr gerade gehört?“ finden ließen. Gerade auf dieses „Alltagsfranzösisch“ wird an der Realschule besonderen Wert gelegt, da dieses auch im mündlichen Teil der Abschlussprüfung abgeprüft wird.

Zum Abschluss der miteinander verbrachten Schulstunde absolvierten die Schüler der sechsten Klassen eine Schulhausrallye, bei der sie Fragen zu Frankreich beantworten mussten und Preise gewinnen konnten. Natürlich gab es auch den obligatorischen Kuchenverkauf in der Pause, den dieses Jahr die Siebtklässler sehr erfolgreich übernommen haben. Außerdem konnten die Schüler deutsch-französisches Memory spielen, „Wer wird Millionär?“ mit frankreichspezifischen Themen am Computer ausprobieren, Eiffeltürme aus Papier basteln und vieles mehr.

Die Fachschaft Französisch hofft, dass mit diesem Tag der deutsch-französischen Freundschaft wieder einige Schüler mehr davon überzeugt werden konnten, dass Französisch an der Realschule eine gute und vorteilhafte Wahl ist!

Tanja Bintakies, Fachschaftsleitung Französisch