Abschlussfeier 2016

Abschlussfeier 2016

Auf zu neuen Abenteuern – Realschüler erklimmen wichtigen Gipfel des Lebens

123 Absolventen der Knabenrealschule Rebdorf erhielten am vergangenen Freitag ihre langersehnten Abschlusszeugnisse.

15 Schüler erreichten einen Einserschnitt.

Die Feier begann um 9 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche St. Johannes der Täufer in Rebdorf. Begleitet wurden die Festivitäten vom Rebdorfer Bläserchor unter der Leitung von Harald Eckert.

Religionslehrer Andreas Völker hatte sich für den Gottesdienst von den Leitgedanken des Romans „Utopia“ von Thomas Morus inspirieren lassen. Dieser beschreibt, so Völker, eine nach Bildung strebende, friedliche Gesellschaft, eine Traumwelt, wie sie nur durch Veränderungen in sich selbst und der Welt, der Verbesserung von Fehlern, aber auch im Wunsch nach Freiheit und Menschlichkeit hervorgerufen werden kann. In ihrer Schullaufbahn hätten die Absolventen viele Momente der Veränderung erlebt, beim Wechsel von der Grund- auf die Realschule, diversen Fahrten, der Wahl der Wahlpflichtfächer in der 7.Klasse sowie den Tagen der Orientierung und der Abschlussfahrt in die Toskana. Begleitet wurden die Ausführungen Völkers durch das Lied „Momentensammler“ von Werner Schmidbauer sowie einer Diashow der Aktivitäten. Jeder Abschlussschüler müsse sich selbst in die Welt einbringen und ihr Würze verleihen, um sein eigenes Utopia zu finden. Der erste Schritt zur eigenen Traumwelt sei nun getan, da der erfolgreiche Abschluss der Realschule eine große Veränderung im Leben der Jungen beinhaltet.

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte die stellvertretende Schulleiterin, Anke Müller, die Gäste in der Aula. Oberbürgermeister Andreas Steppberger gratulierte zum Abschluss und ermutigte die Schüler sich auf den Weg zu machen, die Geborgenheit der Schule zu verlassen und sich neuen Herausforderungen und einem eigenverantwortlichen Leben zu stellen. Das Rüstzeug zum persönlichen sowie beruflichen Glück, wie Loyalität, Fleiß, Zuverlässigkeit, (Gott-)vertrauen, aber auch Konsequenz hätten die Jungen, so Steppberger, reichlich in der Schule erworben. Die stellvertretende Landrätin Rita Böhm forderte die Abschlussschüler nach der Hürde der Abschlussprüfung auf, neue „Gipfel“ zu erklimmen. Nach der Schule sei es nun Zeit, in neue Abenteuer wie die Ausbildung aufzubrechen, dabei sollten Schüler jedoch ihre alten Wegbegleiter, die ehemaligen Mitschüler, Lehrer und vor allem ihre Eltern nicht vergessen, da diese sie durch viel Liebe, Zuneigung, Geduld und Humor erst für den neuen Wegabschnitt bereit gemacht hätten.

Mit dem Zitat „Schulzeit ist die schönste Zeit“ erinnerte die Elternbeiratsvorsitzende Katrin Vandré an den ersten Schultag ihres Sohnes und vermutlich aller Absolventen, als das Frühaufstehen und die Hausaufgaben noch Freude bereiteten. Die Zeiten der Freude auf die Schule hätten sich bei den meisten Schülern im Laufe der Schullaufbahn gelegt. Sie forderte die Jungen aber auf, sich positiv an die Schule zurückzuerinnern, da dort Freundschaften, oftmals für ein ganzes Leben, gewonnen werden. Diese seien durch diverse Klassenfahrten gestärkt worden. Zum Schluss knüpfte sie an die Aussage des Motivationstrainers Johannes Warth an, jeden Tag aufs Neue von sich selbst überzeugt zu sein, dann könne jedes Ziel erreicht werden. Der Schulleiter Hans-Peter Sandner sowie die stellvertretende Schulleiterin Anke Müller verabschiedeten die Elternbeiratsvorsitzende Vandré sowie die Mitglieder des Elternbeirats Siegfried Ernst, Elke Ofner sowie Anneliese Schneider und bedankten sich für viele Jahre des offenes Ohres und Geldbeutels.

Schülersprecher Luis Wege (10c) bedankte sich in seiner Rede für das Durchhaltevermögen der Eltern, die oft am Rande eines Nervenzusammenbruchs gewesen seien, und der Lehrer, die selbst die chaotischsten und anstrengendsten Klassen bändigten. Er erinnerte an die vielen Baustellen in Rebdorf und den vielen Unterrichtsstoff, die die Absolventen in ihrer Schullaufbahn oftmals vor Herausforderungen stellten. Die Baustelle Schule sei für die Abschlussschüler nun abgeschlossen und neue Baustellen des Lebens würden sich nun für sie eröffnen. Die Erinnerung an ihre gemeinsame Schulzeit könne ihnen keiner mehr nehmen, ebenso wie die Erkenntnis, niemals Lehrer zu werden. In ihrem Grußwort betonte die stellvertretende Hauptabteilungsleiterin des Schulreferats, Barbara Buckl, den hohen Stellenwert der Bildung. Sie ermutigte die Absolventen: „Habe einfach den Mut, deinen eigenen Weg zu gehen!“ Die Jungen sollten neue Wege ergründen und das Unmögliche denken, um die Welt somit ein Stück weit zu verändern und zu verbessern. Schulleiter Hans-Peter Sandner wies auf das Lied „Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebstein hin. Laut Definition sei das Erreichen des Realschulabschlusses aber kein Wunder gewesen, wie manch einer vielleicht behaupten möchte, sondern sei auf den Fleiß und die Eigeninitiative der Absolventen zurückzuführen. Die unsicheren Kinder von damals seien nun selbstbewusste Jugendliche, die nun optimale Startvoraussetzungen für den neuen Lebensabschnitt hätten. Mit dem Wunsch an die Absolventen, Lernen nicht als Qual, sondern als Chance und Gewinn zu begreifen, schloss Sandner seine Rede.

Die Zeugnisvergabe erfolgte nun durch die jeweilige Klassenleitung der Realschüler (10a: Alex Sommer, 10b: Iris Volland, 10c: Stefan Endres, 10d: Christofer Schweisthal, 10e: Claudia Hornung), die zuvor einige persönliche Worte an die Klassen richteten und sich mit ihren Zöglingen freuten.

Von Carina Diermayr